Sandfrauchens Garten  
             
Meine Lieblingspflanzen
Portraits und Pflanzkombinationen
             
 

 

im Juni

 
 

Da ist sie wieder  - meine knallbunte Mohninvasion  ;-)



In den letzten Tagen des Mai oder der ersten Juniwoch
e öffnen sich die ersten Blüten von Papaver orientalie.
Meine meisten Möhner sind traditionell-orangerot oder kräftig-bonbonrosa. Ziemliche Flashfarben, für sensible Naturen ist das Augenschmerz.
Da kommt man schon auf die Idee, sich nach zarteren Farbtönen umzusehen. Habe mir auch einige angeschafft, einige zart lachsfarbige, Weiße mit Auge oder mit zartem rotem Rand. Aber irgendwie werden die vornehmen Gestalten bei mir nicht glücklich. Keine Ahnung warum.
Die alten Schocker dagegen sind unverwüstlich, und damit meine ich, man wird sie nur schwer wieder los!  Hat man sie ausgegraben, wächst aus jedem Wurzelstücken in 50cm Tiefe wieder eine neue Pflanze. So bleiben die alten Möhner im Garten und insgeheim freue ich mich über das wenig vornehme Farbspektakel im blütenarmen Frühsommer. 



       
sie haben überlebt, 'Pattys Plum'  und   'Perrys White'                                              dies ist Papaver lateritium florepleno
 

 


Diese schicken bunten Möhner überraschten mich ein Jahr nachdem ich unser Terrassenbeet neu angelegt hatte. Es ist Schlafmohn, Papaver somniferum. Ich dürfte ihn eigentlich nicht haben. Schlafmohn ist in Deutschland genehmigungspflichtig, auch als Zierpflanze. Ich bringe es aber nicht fertig, ihn rauszureißen, bevor er verblüht ist.  

Der orange Mohn im Bild oben ist Papaver lateritium florepleno.

Er ist eine ausdauernde Staude und stammt aus den Bergregionen Armeniens.
Dieser Mohn beginnt bereits Mitte Mai zu blühen. Die Blüten sind ca. 5 cm groß und halten jeweils nur einen Tag. Aber die Pflanze schiebt bis in den Oktober immer wieder neue Blütenstiele.

Aber einen Haken gibt es doch:
dass täglich neue Blüten geöffnet werden bedeutet auch, dass täglich neue Samenkapseln reifen.
Also unbedingt abschneiden bevor sie ausreifen !!!
 

 




Schwertlilien

Iris barbata gehören, wie der Mohn, zu denen, die die ersten Tage des Sommers ankündigen.


Und da muss ich auch gleich die Ausnahme einräumen, die ganz niedrigen Iris barbata, die der Gruppe nana (= niedrig) angehören blühen schon viel früher in April.

Meine hier abgebildeten gehören zu den Iris-Gruppen  media und elatior (= mittel und hoch).
Die beiden rechten haben keine Namen. Die untere, hellblaue muss eine recht alte Bauerngarten-Sorte sein, denn sie wächst bei uns schon seit mindestens 40 Jahren



Genauso lange ist auch diese schöne blass-gelbe Schwertlilie bei uns, ihren Namen habe ich herausgefunden, es ist Iris x flavescens, auch eine alte Bauerngartensorte. Ich mag ihre schlichte unverschnörkelte Form und das klare blasse Gelb.

     

 
Der Juni hat nicht nur kräftige Töne und Formen zu bieten,

er bezaubert mich auch mit zartem Gewusel


Blick über das Hügelbeet, vorne  Penstemon digitalis, Tanacetum niveum und Foeniculum vulgare var. rubrum.
 
Blick über das Terrassenbeet mit Knautia macedonica, Delphinium consolida, Salvia sclarea, Papaver somniferum.



Impressionen aus der ersten Juniwoche:

 
Gillenia trifoliata                                                                                Euphorbia amygdaloides 'Helenas Blush' (?)
 
Nepeta 'Walkers Low' mit  Centranthus ruber                                    Tanacetum niveum
 
Knautia macedonica                                                                      Penstemon digitalis  'Huskers Red'  
 
Deschampsia flexuosa Tatra Gold                                                 Salvia lavandulifolia
 
Astrantia 'Roma'                                                                                 Nasella tenuissima

Und nun die Großen:


Der weiße Riese Aconogonon speciosum 'Johanniswolke'  (Syn. Poligonum polymorphum) wird gut 1,5 m hoch/ breit.

  
Geißbart, Aruncus dioicus  wird auch recht groß                     Fingerhut, Digitalis purpurea

         

 


G. cantabrigense                G. dalmaticum                 G. himalayense 'Gravetye'       G. himalayense       G. macrorrhizum '-Spessart'

 


Geranium himalayense, Sorte unbekannt

 

Geranium

In der ursprünglichen Version dieser Webseite hatten meine Geraniümmer ihre eigene Seite.
Es war vor 10 Jahren oder mehr, da rückten die vielen Arten und Züchtungen der Storchschnäbel in der Fokus der Gartenliebhaber.
Es gab viel zu entdecken und wir waren sehr begeistert von dieser vielfältigen Gattung.

Jetzt kommt kein "JA  ABER"
Die Storchschnäbel haben diese Wertschätzung verdient.  Ich denke nur, es gibt keinen Grund,  sie vor allen anderen Stauden besonders herauszustellen. 

Wenn es um die Wertschätzung  vielgestaltiger Staudengattungen ginge, müsste ich auch  Extraseiten für Hostas, Taglilien, Phloxe, Farne, Euphorbien, Zwiebelpflanzen ...
und ... und ...  und ...
und unbedingt für Astern machen.

 


G. maculatum                   G. 'Nimbus'                      G. oxonianum rosa         G. oxo.'Katherine Adele'       G. phaeum 'Samobor'

 


G. phaeum-weiss                G. psilostemon            G. renardii 'Philipe Vapelle'       G. psilostemon 'Ivan'              G. 'Rozanne'

 
 


Geranium pratense Sorte unbekannt
 

 



Inzwischen existieren nicht mehr alle der 31 Sorten, die ich auf der ursprünglichen Geranium-Seite vorgestellt hatte.
Diejenigen, die immer noch in meinen Garten wachsen, habe ich nun hier in den Juni integriert.
Einige blühen schon im Mai (G. phaeum, sylvaticum, macrorrhizum) andere bis in den Herbst (G. Rozanne), ich wollte sie aber nicht auseinander reißen.

 
 


G. sanguineum             G.sanguineum 'CanonMils'      G.sanguineum var.striatum           G. 'Sirak'                   G. sylvaticum

 
     
 

 
 
  
Ein schöner Partner zu den blauen Salvien ist der einjährige Sommerrittersporn, Delphinium consolida. Fast alle meine Exemplare sind weiß, aber ab und zu taucht rosa oder violettes Erbgut auf. Nach dem Verblühen lasse ich sie stehen bis die Samen reif sind, dann reiße ich sie aus und verstreue gezielt die Samen. Sie lassen sich auch schön auf neu angelegten Beeten, die im ersten Jahr noch lückig sind, einstreuen. Jungpflanzen mögen nicht gern umgesetzt werden.
  

 
 

Salvien und Sommer-Rittersporn


Salvia nemorosa 'Caradonna'

 

Salvia nemorosa 'Blauhügel' und 'Mainacht' haben sich in meinem Vorgarten seit Jahren bewährt, und zwar dort wo sie vollsonnig an der Beetkante stehen.
Ich hatte die tiefblaue Sorte 'Caradonna'  vielleicht vier Jahre im Rondell zwischen Sesleria, was toll aussah, aber dort ist die Salvie verschwunden. Entweder hat ihr die beschattende Nähe der Grashorste nicht gefallen, oder es waren die Schnecken, oder die Sorte ist kurzlebig?


bei den Bienen sehr beliebt

 
     
 

 
 

'Flammentanz', sie ist die älteste Rose in unserem Garten, 1978 von meiner Mom an eine Laube gepflanzt. (die Laube ist Geschichte, aber die Rose ist noch da) Eine 2. Flammentanz steht am Rosenbogen am Ende des Hügelbeetes.

... und wer ist der Gehölz-Liebling im Juni? 


'Appleblossom' um die Jahrtausendwende von mir an die rückwärtige Grenze gepflanzt, sie ist 8 Meter breit.
 

 
 


'Ghislaine de Feligonde' haben wir zweimal: an der Terrasse und im Vorgarten am Rosenbogen. Offiziell ist sie öfterblühend, das schafft sie hier aber kaum.


'Lykkefund' war jahrelang sehr zahm, nach einem Rückschnitt ist ihr eingefallen, dass sie ein Rambler ist.

 
Diese beiden mag sich sehr gerne, aber sie haben arg zu kämpfen.
Rosa glauca bekommt schon ab August gelbes Laub und die Hagebutten verschrumpeln. Rosa moyesii ist nach 7 Standjahren immer noch ein Spiddel.


Pauls Himalayan Musk' schaut ins obere Fenster

 


'Albertine' wächst am Rosenbogen im Vorgarten.
 
 
Ja, sie sind schön,
ich habe aber trotzdem beschlossen, die Extra-Seite über Rosen rauszuwerfen.

Die Rosen spielen keine heraus-ragende Rolle in meinem Garten.
Es gibt hier acht Ramblerrosen, und ein paar Mickerdinger, das war's.

Ich kann nur feststellen, dass meine sandige Scholle nicht das Wahre für die Beetosen ist.  Zum mageren Boden kommen Schatten und Wurzeldruck. 
Die vielen Beetrosen, die Mom 2003 auf ihr Terrassenbeet gepflanzt hat, sind nach einigen guten Jahren fast alle eingegangen.  Die zwei letzten Überlebenden habe ich verpflanzt, aus Gründen der Pietät bekommen sie ihr Gnadenbrot.

 
Aber zurück zu den Ramblern, wenn ich sehe, wie die öfter blühenden Beetrosen kämpfen und aufgeben, bin ich umso mehr begeistert über die tapferen Rambler, die allesamt üppig blühen und
reichlich Zuwachs produzieren.
 
Besonders 'Appleblossom' und
'Pauls Himalayan Musk' sind die reinsten Wuchsmonster.
'Appleblossom' produziert jedes Jahr mindestens zehn 3-4m lange Ruten, die ich garnicht alle am Gitter unterbringen kann. Diese jungen Ruten sind auffallend dick und steif, ich kann sie nur mit Mühe in die Waagerechte biegen, um sie festbinden zu können.
Den 'Paule' habe ich schon wiederholt auf ein Grundgerüst zurückgeschnitten, weil er viel zu ausladend wurde.


Hier noch einmal ein Ganzkörperfoto vom 'Paule' er steht dort seit 2004

 
         
 


Clematis viticella 'Julia Correvon'


Clematis viticella 'Minuett'


Clematis viticella 'Bleknity Aniol' ('Blue Angel')  

 

Clematis

Rechts drei Sorten von Clematis viticella, der italienischen Waldrebe. Im Gegensatz zu den großblumigen Hybriden ist sie weit weniger durch die Clematiswelke gefährdet.
Die Wildart hat kleine nickende Blüten. Die diversen Züchtungen produzieren üppige Mengen von relativ großen Blüten in vielen Farbtönen.
Ich schneide sie im Dezember auf 50 bis 100cm zurück.

Unten Clematis 'Paul Farges' (auch Clematis fargesioides ), eine Hybride von C. vitalba entstanden in der Ukraine.
Ihre nahe Verwandtschaft zur Wildart lässt sie sehr kräftig in die Höhe wachsen.
Sie hilft mit, den Sichtschutz um meine Kompostecke zu begrünen und wandert darüber hinaus bis weit oben in Nachbars Fichten und verirrt sich auch gern in meine Gleditsie. 
Sie verträgt einen kräftigen, jährlichen Rückschnitt.
 
Clematis 'Paul Farges'
 

 

 
 

Die drei unten gezeigten Clematis gehören zur Gruppe der  Staudenclematis. Das bedeutet, dass die Pflanzen, so wie Stauden, jedes Jahr aus der Basis austreiben. Außerdem sind sie nicht in der Lage, sich mit windenden Blattstielen festzuhalten.  Man sollte Ihnen also eine Stütze geben.

 
 

  
Clematis integrifolia 'Arabella'                     Clematis recta 'Purpurea'

 

 
Clematis integrifolia 'Durandii'


 
         
             

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