Sandfrauchens Garten  
             
Meine Lieblingspflanzen
Portraits und Pflanzkombinationen
             
 

 

im Februar und März

Wann beginnt der Frühling?
Darauf haben wir keinen Einfluss  -  natürlich nicht  -  aber ...

... aber trotzdem sage ich, wann der ersehnte Frühling in meinem Garten beginnt, kann ich beeinflussen.
Ich kann mir den Frühling pflanzen!

Ich habe ja einen geerbten Garten:  
In Opas Garten kam der Frühling mit der Obstbaumblüte.  In Moms Garten mit den Krokussen und Scilla sibirica.
Seit 2012 ist es nun mein Garten. Und das war das Jahr, in dem ich einen der vielen geerbten Rhodos killte, um endlich eine Hamamelis pflanzen zu können.
Es ist eine Binsenweisheit aber wahr -  ob der Frühling in meinem Garten schon angekommen ist, liegt daran, was im Garten wächst.  


meine Hamamelis 'Arnold Promise' am 7. Februar 2016
 
Um die obige Erkenntnis umzusetzen, habe ich zwei Projekte laufen:
Projekt Nr. 1  Winterlinge
Es begann 2010 mit 27 blühenden Winterlings-Pflänzchen (Eranthis-hyemalis) und 2011 nochmal 25 Pflänzchen.  Beide Male geschenkt von lieben Gartenbesitzerinnen.
Winterlinge vermehrt man über deren Samen. Sie sollten frisch geerntet und gleich am gewünschten Platz ausgestreut werden. Man kann aber auch blühende Pflanzen versetzen, sozusagen als Initiationspflanzung.

 

2011 hab ich  hier 25 Winterlinge gesetzt.
so sieht die selbe Stelle im März 2017 aus


S
chon Ende Januar schieben sich die ersten Winterlinge krummbuckelig aus der Erde.
 

Blüte von Nahem
 

so sehen die Samenstände der Winterlinge aus
 

Die 2-blättrigen Sämlinge vorn sind gerade aufgelaufen. Die mit den gefiederten Blättchen im Hintergrund sind ein Jahr alt. 

 

 
Die zwei Gruppen von Winterlingen im Waldbeet, außerdem neu gepflanzte Schneeglöckchen im März 2017.
 
         
 

 
Projekt Nr. 2 sind die Schneeglöckchen

Ich wünsche mir Beete die im Februar/März nicht trist und grau wirken sondern grün und weiß leuchten.  Im Vorgarten habe ich schon länger Schneeglöckchen,  (Galanthus nivalis) dort wächst ein großer Pulk am Fuß des Rosenbogens.



Im Hintergarten gab es bis 2014 gar keine.  In dem Jahr streckte ich meine Fühler aus und bekam Schneeglöckchen von einer Freundin, die einen Garten auflösen musste geschenkt.  2015 erstand ich 300 Stück über Ebay. Und 2017 nochmal 500 Stück. Jeweils "in the green" also zur Blütezeit oder kurz danach ausgegraben. Das ist die beste Pflanzzeit für Schneeglöckchen. 


Es lohnt sich im Februar zu gucken: neue Schneeglöckchen über Ebay.
Sie müssen schnell in die Erde, denn die Zwiebeln dürfen nicht austrocknen.

 

 

Schneeglöckchen vermehren sich auf zweierlei Weise: entweder mit Tochterzwiebeln oder über Samen.

Die Vermehrung über Tochterzwiebeln scheint häufiger zu sein. Wenn man Schneeglöckchen in einem dichten Tuff vorfindet und ausgräbt wird man sehen, dass die Zwiebelchen so dicht an dicht aneinander und übereinander gequetscht wachsen, dass kaum noch Erde dazwischen ist.
Man vereinzelt die Zwiebeln am besten, indem man den Ballen mit lauwarmem Wasser auswäscht und ihn mit gegeneinander kreisenden Drehungen auseinander zieht.  Das kann ein kleines Geduldspiel sein.
Ich mache das in der Küche, denn draußen mit Wasser zu hantieren ist mir im März zu kalt.


Nach dem Teilen werden die Schneeglöckchen sofort einzeln oder zu zweit gepflanzt.

 



Die ersten Schneeglöckchen auf diesem Beet habe ich 2014  gepflanzt (die im Vordergrund). Die einzeln stehenden, weiter hinten habe ich 2017 gepflanzt.  Später im Jahr erscheinen hier alle mögliche Stauden.
 

             
 

         
 

Ein weiterer Liebling, der so ganz zart und zerbrechlich wirkt und es trotzdem kaum abwarten kann zu blühen, ist das wilde Vorfrühlings-Alpenveilchen, Cyclamen coum.

Schaue ich im Dezember vorsichtig unter die hübsch gezeichneten, wintergrünen Blätter, entdecke ich darunter meist schon flach an den Boden geschmiegte Knospen. Sie verharren dort in Wartestellung. In milden Wintern öffnen sich die Knospen schon im Januar.
Folgen dann nochmal strenge Kahlfröste, kann es schlimm ausgehen.
Im Februar 2012 sind mir alle Cyclamen coum erfroren. (seitdem habe ich immer Abdeckmaterial für den Fall von starken Frösten bereitliegen).  Mein jetziger Bestand hat sich aus Samen entwickelt, die danach aufgelaufen sind.
 
 
Natürlich möchte man, dass sich auch die Alpenveilchen vermehren. Was sollte man also tun?
Man gebe ihnen ein Plätzchen, an dem sie ihre Ruhe haben, wo man sie nicht durch Hacken stört. Gut ist es unter einem laubabwerfenden Busch.
Ich habe eine Gruppe am Fuß des Rosenbogens im Vorgarten und eine unter einer kleinen Sternmagnolie.
Sämlinge sind winzig, aber man kann sie gut erkennen. Sie haben ein kleines rundes Blatt kaum 5mm groß, ihre Knolle misst kaum 3mm.

 


Nach dem Verblühen drehen sich die Blütenstiele schneckenartig auf ...

... und so sieht dann im Juli die geöffnete Samenkapsel aus.   

Im Frühling hab ich viele winzige Sämlinge gefunden.  :-)

 



Die Fotos täuschen, die Blüten sind kaum größer als ein Daumennagel
 


        
             
      
  
 
 

Verschiedene Blütenfarben und Blütenformen von Helleborus orientalis, unten links ist ist ein gefüllter Sämling von H. niger.


meine Älteste
 

 

Helleborusse

In meinen ersten Gartenjahren hab ich´s mit Christrosen (Helleborus niger) versucht und eher traurige Erfahrungen gemacht. Habs dann aufgegeben.
Mittlerweile weiß ich, dass sie kaum eine Chance hatten, der damalige Standort nahe Nachbars Fichten war zu mager und trocken.
Viele Jahre später hab ich es im Vorgarten doch noch mal versucht.
2006 zog die erste Lenzrose (H.orientalis) im Vorgarten ein.



Hier im gründlich verbessertem Boden wachsen und gedeihen sie gut, werden jedes Jahr schöner und - jedes Jahr kommen 2-3 weitere "Hellis" dazu. ;-)
Mit etwas Geduld kommen im Laufe der Zeit noch viel mehr hinzu, denn  Helleborusse säen sich gut aus!
Für guten Blütenansatz dünge ich sie schon im Herbst.
 

 
 

Für den schwierigen Platz, an dem    in meinen ersten Gartenjahren die Helleborus niger gescheitert sind, habe ich nun ausgerechnet ein weiteres Mitglied der Familie gefunden: Helleborus foetidus.
Ich habe sie schon sehr lange im Vorgarten, wo sie in der Sonne und   im Schatten bestens gedeiht.

Da sie großzügig Sämlinge produziert, habe ich diese überall und nirgends hin verpflanzt. Und siehe da, sie kommen bestens mit dem Wurzel- druck und Durst meiner mittlerweile ganz schön großen Gleditsie zurecht.

Nach der Samenreife schneide ich den Blütentrieb komplett zurück, dann treibt
H. foetidus nochmal Seitentriebe. Sehr langlebig ist sie aber nicht, daher ist es sinnvoll, Sämlinge zu kultivieren.  

 


Helleborus foetidus glänzt nicht mit bunten Blüten, sondern mit elegantem immergrünem Blattwerk und im Vorfrühling mit frisch pastellgrünen Blüten.

 
             

    


Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) dieses Bild stammt wirklich und wahrhaftig vom 23. November 2015


Mitte März erblüht auch das Leberblümchen (Hepatica nobilis),
ich habe es noch nicht lange und ich bin mir nicht ganz sicher ob sie meinen sandigen Boden mögen. Schauen wir mal ...


Oben, am 5. März 2017 blüht bereits Iris histroides 'George' .
Ganz ähnlich ist Iris reticulata 'Violett Beauty' (unten) sie blüht aber etwas später, am 12. März am Fuß der Rose 'Flammentanz' .



 

         
             
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