Sandfrauchens Garten  


Diese Seite dokumentiert Schritt für Schritt die Umgestaltung
unseres Vorgartens im Frühjahr 2004.

 Meine Eltern hatten den Vorgarten 1977 ganz neu angelegt,  nachdem mein Opa verstorben war
Seitdem war der Vorgarten das Revier meiner Mom.

Meine Mom pflanzte Rhododendren vors Haus und an der rechten Grenze Goldliguster, Goldulme und eine Blutpflaume. Entlang der Einfahrt legten meine Eltern ein Hügelbeet an, das Mom im Stile eines Steingartens bepflanzte.

Es gingen 27 Jahre ins Land, manche Pflanzen blieben auf der Strecke andere haben sich durchsetzen können.
Zu den Gewinnern gehörte allen voran die Konifere auf dem Hügelbeet. Der Zeitpunkt,  sie zu beschneiden, war längst verpasst.
Da auch der Rasen völlig kaputt war, plante Mom, diesen neu anlegen zu lassen.

 

In dieser Situation hatte ich mal wieder einen dieser Anfälle, und zeichnete einen neuen Plan für den Vorgarten.
Dann passierte das, womit ich nicht gerechnet habe, Mom gab mir ihr OK.  Ich war begeistert!

Mein Plan war ein geometrischer Grundriss: In der Mitte ein Rondell umgeben von einem ringförmigen Rasen. 
Alle Flächen außerhalb des Rasenringes sollten zu Beeten werden.  Alle Gehölze sollten stehen bleiben und die Beete in erster Linie mit Stauden bepflanzt werden. 

Ich wünschte mir eine kleinere Rasen-fläche, mit dem Vorsatz, diese intensiver pflegen zu können und einen klaren Grundriss, der dem drohenden Chaos in den Staudenbeeten zu jeder Jahreszeit einen Rahmen gibt.

 

Januar 2004
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Die Konifere wird gefällt und hinterlässt eine große Lücke auf dem Hügelbeet.

Am 17.Januar 04 hab ich schon mal die Symmetrieachse (bezogen auf die Mitte des Hauses) mit der Schnur markiert und die Umrisse der Beete in den Rasen gekratzt  

Februar
 

Einen Monat später, am 14.Februar, hab ich das erste mal Hand angelegt und mit dem
Raushacken des Rasens begonnen
  

März


15.März Das Hügelbeet ist aufgelöst. Ich hab den bis zu 50 cm hohen  Erdhügel  abgetragen und  ungezählte Schubkarren Erde auf den zukünftigen Beetflächen aufgeschüttet. An der Stelle des Lebensbaums  ist jetzt ein breiter Durchgang geschaffen. Der Plattenweg entlang des Gitters ist aufgenommen.


z.Zt sieht der Garten aus, wie eine Sandwüste.  Dort, wo später wieder Rasen
gesät werden soll, hab ich den Rasen nicht rausgehackt sondern nur untergegraben. 
GG hat die Wegeplatten in einer geraden Reihe vor den Rhodos verlegt.
Angrenzend will Mom einen Steinwall vor den Rhodos errichten.
 

 
Am 23. März kam ein ganzer Laster voll Kompost !
Da Firma. ABAKUS den ursprünglichen Liefertermin nicht einhalten konnte und GG nun keine Zeit zum Helfen hatte, haben mir die netten "Jungs" für umsonst fast eine dreiviertel Stunde lang beim Reinkarren geholfen und so schon mindestens 2/3 des Berges reingeschafft.
Das fand ich unheimlich nett von ihnen !!! Danke !!!
 

Am nächsten Morgen hatte ich einen Teil des Komposts auch auf dem zukünftigen Rasen verteilt und die Umrisse der Beete mit Schnur abgesteckt.
 


31. März, Bild vom Morgen,  gestern hab ich  das Rondell fertig umgegraben
und das erste mal etwas eingepflanzt: Frauenhaargras, das vorher unauffällig
an der rechten Grenze standen.
 
 

  
 
Mittags wurden die Ziegel für die Beeteinfassungen geliefert.

Da ich so etwas noch nie gemacht habe, hab ich mir zu Beginn die einfachste Kante entlang der gepflasterten Einfahrt ausgesucht, wo ich mich an der  bereits vorhandenen Wegekante orientieren konnte. So sah es Mittwoch zu "Feierabend" aus.
 

April 

 


Ich habe mit hamburger Gartenfreundinnen einen Ausflug zu zwei Gartencentern 
gemacht: Hier meine Beute für den Vorgarten, die ich per S-Bahn und Bus nach
Hause befördert hab.
 

 
Zu Ostern kamen zwei fette Pakete von Baumschule Eggert bei mir an   * freu* 


Hier ein Bilde vom Ostersonnabend.  Ich hab hauptsächlich Ziegel bewegt.  Da meine Gehölze nun da sind will ich mit dem Pflanzen nicht warten, bis die Beetkanten fertig sind.  Also mussten die Paletten runter vom Beet.
 


13.April Beete in Arbeit: die Kriechspindeln sind ausgegraben und liegen
auf ihrem neuen Standort.  Diverse Pötte und Stöcke kennzeichnen die Pflanzplätze diverser hoher Stauden

 

Vorhandene Pflanzen werde geteilt und verteilt. Außerdem .
Die Höhe der Pflanzen wird durch Stöcke symbolisiert.  


18. April   Mittlerweile habe ich alle provisorisch eingeschlagenen Kleingehölze richtig gepflanzt, mit viel Kompost im Pflanzloch.  Außerdem hab ich Stauden gesetzt, angefangen mit den Leitstauden, die z.T. ja größer werden, als die Kleingehölze.


Dasselbe von unten gesehen. Wie man sieht, bin ich mit den Ziegelkanten noch nicht weitergekommen, das Pflanzen ist mir momentan wichtiger.
 

Nachdem ich nun so viel vom Pflanzen erzählt hab, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien  ich sie ausgewählt habe.

Der wichtigste
Anhaltspunkt ist der Standort, d.h. die Tatsache, dass der Garten zur Straße hin sehr sonnig liegt zum Haus hin dagegen schattig (Nordseite), außerdem haben wir mageren Sandboden.
 
Als farblichen Bezugspunkt boten sich die Blutpflaume und der rote Perückenstrauch an.
So habe ich mir Pflanzen notiert, die farblich zu dunkelrotem Laub passen, oder selbst rotes Laub haben, und außerdem mit dem genannten Standort zurechtkommen.
 

In jeder Ecke soll eine Farbrichtung vorherrschen:
vorn links: 
kühle Rottöne: Magenta  Lila  Rosa. 
vorn rechts:
warme Töne: Orange  Braunrot  Gelb. 
die hinteren Ecken: 
Weiß  Lilarosa  Violett 

Für den Winter habe ich einige immergrüne Kleinsträucher -  Kriechspindeln, Heckenkirschen und Yucca  verteilt.


Ob mir nun alles so gelingt weiß ich nicht,  ich lasse mich überraschen. 
Alles umpflanzen kann man ja immer noch,   *grins*  was soll ich sonst im nächsten Jahr machen  ;-)
 

  
27.April  Bild oben von heute Morgen    ..............   und von heute Abend
Nachdem ich die letzten 10 Tage mit Pflanzarbeiten verbracht hab, hab ich heute, nach langer Zeit, endlich wieder mit den Beetkanten weitergemacht.
Ich hab die Gräser zurück geschnitten, nun sehen sie aus wie Rasierpinsel ;-)



Und noch mal der ganze Vorgarten heute Abend von oben. Von all den vielen Pflänzchen,
die ich inzwischen eingesetzt habe sieht man herzlich wenig, dafür aber die blühenden  Rhododendren. Dass die Beete so viel dunkler sind, als der künftige Rasen, liegt daran
dass ich sie gewässert habe.
  

  
28.April  umgepflanzter Staudenmohn ist arg gestresst und wird per Sonnenschirm geschützt.  Rechts die frisch eingetopften Dahlien.
 

Endlich sprießt das rote Laub des Perückenstrauches, hinten die blühenden Rhodos

  

Mai 2004 


5. Mai   die Beete füllen sich mehr und mehr, u.a. eine rotlaubige Canna.
Entlang des Gitters stehen vorgetriebene Dahlienpötte.

 
Neuerwerbungen in weinrot: die Canna ist mir heut auf dem Wochenmarkt
über den Weg gelaufen und einige Geranium phaeum von einer Freundin
 


20.  Mai  Mittlerweile hab ich die Fläche unter der Bank mit Ziegeln und
Mosaikplatten gepflastert. (Gehwegplatten mit Mörtel bestrichen und Kiesel
hineingedrückt). Einige Lücken warten noch darauf, dass GG mir Ziegel
passend schneidet.
 

Hier der Durchgang  zum (künftigen) Rasen. Die Ziegel sind dort nur
probeweise hingelegt, damit wir sehen können, wie´s aussieht. 
Wir überlegen, ob wir dort Rasen, Sandstein-platten oder Ziegel haben wollen.
Aber ich denke, die Ziegel sind die beste Lösung.
 

21. Mai, heute hab ich begonnen, die Wurzelsperre aus Teichfolie entlang der Beetkanten einzugraben. Die Wurzelsperre soll verhindern, das der Rasen in die Ritzen der Steine und weiter ins Beet wächst.
   

Von der Teichfolie 18cm breite Streifen abgeschnitten. Mit dem Spaten einen Spalt vor den Ziegeln gestochen. Vorher den Boden gewässert damit der Sand nicht in die Spalte zurückrieselt..
   
Folienstreifen in die Spalte hinein bugsiert. Solange mit dem Spaten nachgestochen, bis die Folie  tief genug drinnen war. Sie schließt jetzt mit der Oberkante der Ziegel ab.
   
Mit der kleinen Schaufel die restliche Erde zwischen Folie und Ziegel rausgeholt, damit die Folie direkt am Stein anliegt. Dann den Graben geschlossen indem ich die hochgedrückte Erde wieder festgetreten hab. Die Wurzelsperre schließt ca. 2cm oberhalb des Rasenbodens mit den Ziegeln ab. Der schmale sichtbare Folienstreifen wird bald vom Rasen verdeckt.
  

2.Juni  Juhu, endlich ist er da, mein Rosenbogen !!!
  


Heute wurde mein Rosenbogen, den ich von einer Schlosserei aus Reinbek anfertigen lassen habe, geliefert und einbetoniert.  Konnt´s mir nicht verkneifen, die
beiden netten Herren bei der Arbeit zu fotografieren.


5. Juni  Da steht er nun und ich freue mich riesig
Inzwischen sind
die Rosen eingepflanzt  und auch das bisher kahle Umfeld ist bepflanzt

  
linke Seite:  Rose 'Albertine'                                  rechte Seite  'Ghislaine de Feligonde'.
 

zur Fortsetzung, Juli bis Dezember 2004   

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