Sandfrauchens Garten

der Vorgarten 2016

Fortsetzung

      Juli und August  2016

 


Einmal wieder der Blick vom Standpunkt neben der Gartenpforte, am 24.Juli 2016.
Im Hochsommer wechselt die Farbigkeit vom kühlen Blau-Weiß des Junis zu feurigem Rot, Pink und Orange.
Hauptakteure sind Kerzenknöterich (Persicaria amplexicaulis), Phlox paniculata, die hohe Lilie ''Red Velvet' und rote Taglilien.



 
 
    
       Lilium 'Red Velvet'                                              Persicaria amplexicaulis                     Hemerocallis namenlos
 

 

Die Farbigkeit auf den beiden hinteren Beet-Ecken wechselt nicht so sehr im Laufe der Jahreszeiten.
Zum Weiß der Hortensien gesellen sich Pinktöne und das Lila von Geraniums, Glockenblumen, Katzenminze und Hostablüten.  Dazu das Laub von Heuchera 'Palace Purple', die bei mir als einzige den Langzeittest gut bestanden hat.
Die Hortensie Annabelle neigt bei Regenwetter zum Auseinanderfallen. Ich habe ihr daher ein stabiles Drahtkorsett spendiert.
Auch hier wieder eine der Vagabunden, die Vexiernelke (Lychnis coronaria), vorn wiederholt sie das Weiß der Taglilie und im hinteren Eck macht sie Farbtupfer in Pink.
Bei mir ist übrigens die weiße Forn frostempfindlicher als die pinkfarbige.


 

     
Hemerocallis 'Light the Way'                    Anemone tomentosa 'Robustissima'                    Filipendula purpurea
 

Ich habe hier ja schon öfter Pflanzen gezeigt, deren Sämlinge mehr oder weniger zufällig in irgendwelchen Lücken auftauchen.
Wer hätte erwartet, dass dies auch für Hortensien gilt!
Wer genau hinschaut, sieht, dass die Rispenhortensie aus den Fügen des Pflasters herauswächst. Sie ist ein Kind einer Hydrangea paniculata ('Kyushu'?) die ca. 6m entfernt steht. 

Hinter ihr sieht man eine der zwei Buchskugeln, die neben der Bank stehen. Ursprünglich standen vier Buchse auf den Rondell. Mir gefiel der allzu formale Aspekt auf dem Rondell nicht mehr, also sind sie umgezogen.
Im Hintergrund Anemone tomentosa 'Robustissima'. Bisher hält sich ihr Ausbreitungsdrang (mit Ausläufern!) in Grenzen. und da ich sie so liebe, gehe ich das Risiko ein, dass sie mir eines Tages gehörig auf die Nerven geht.
 
 


  



 


Lilium henryi
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Hier noch einmal das im April gestutzte Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus).  Falls es im Spätsommer auseinander fällt, hilft ein weiterer Rückschnitt.

Das Rondell ist wohl der Teil des Vorgartens, der die meisten Veränderungen durchgemacht hat. 
2004 habe ich die ganze Fläche mit Sämlingen von Stipa (Nasella) tenuissima gepflanzt.  Am Rand Wollziest (Stachys byzantina).  Ich fand das wunderschön!  Zwei Jahre später ist der ganze Bestand der Stipa erfroren.
Damals hab ich vier Buchskugeln auf das Rondell gesetzt, dazu flächig Geranium renardii und in die Mitte ein Stipa gigantea.  Letzteres war auch wunderschön
... und ... ist auch erfroren.
Im Zuge des Wechsels zu Kies anstelle Rasen habe ich das Rondell vergrößert und mit einer Mischung aus Gräsern und Stauden  bepflanzt.  Ich hatte dort drei Gräser ausprobiert: Sesleria autumnalis, Sporobolus heterolepis und Melica
transsilvanica.
Das Sporobolus kam nicht in die Puschen.  Melica war wunderschön, ist NICHT erfroren, sondern hat sich als fiese Samenschleuder erwiesen. Raus damit!.
 
Sesleria hatte genau die gewünschte Höhe, ist wüchsig, lässt sich gut teilen und hat so das Rennen gewonnen.  Am Rand steht nun Heiligenkraut, welches mich mit seinen silbrigem Laub mehr überzeugt als der Wollziest.
Anfangs, als der Bestand der Gräser noch lückiger war, hatte ich dort Agastache 'Black Adder', die dunkelblaue Salvia 'Caradonna', Echinacea, Gaura und Aster amellus in die Lücken gepflanzt. 
Die Agastachen blieben nach zwei Jahren weg. Ich weiß nicht einmal, ob sie ein Opfer der Schnecken waren oder einfach kurzlebig. Die eingestreuten dunklen Salvien und Echinaceen sahen toll aus zwischen den Gräsern, 2016 sind sie auch nicht mehr aufgetaucht.  Ist zwar schade, aber ich finde die Pflanzung auch ohne viel Buntes attraktiv.
Immerhin haben sich im Frühsommer die Schwerlilien und Allium afaflatunense bisher gut gehalten und Lilium henryi scheint auch von den Schnecken verschont. Aster amellus ist immer noch präsent.  Da der Zierlauch dort gut gedeiht, habe ich im Herbst 2016 mit Allium sphaerocephalon nachgerüstet. 
Es bleibt also spannend, wie dieses wiesenähnliche Beet sich weiter entwickelt.

      September und Oktober   2016

 

Rondell und hinterer Bereich am 25. September.


Ende August, Anfang September beginnt die Zeit der Astem!
Was wäre der Herbst ohne sie?
Sie bescheren uns das letze Farbfeuerwerk des Jahres.
Die Erste ist Aster frikartii, sie beginnt schon im August.  Mitte September folgen Aster pyrenaeus, A. amellus, die neu-belgischen und die neu-englichen Astern, A. cordifolius.


Zwischen den Gräsern blüht Aster amellus 'Veilchenkönigin'
 

Aster frikartii und Anaphalis triplinervis am Fuß der Hamamelis
 

Etwas später entfaltet Aster cordifolia 'Blue Heaven' ihre Pracht. Das ist wirklich eine eine ganz Tolle! Vielleicht meine Lieblingsaster?
 


Aster amellus  und Heiligenkraut  im Hintergrund Aster frikartii
 

Im Vordergrund eine weiße Herbstanemone 


Am Gitter steht Aster novi belgii 'Violetta', das ist auch eine ganz Tolle!  Bis zum Sommer 2013 standen hier rostrote Heleniums, die aber leider die Sommerhitze nicht überstanden haben.
Als Ersatz setzte ich im Herbst 2013 Ableger der Astern. Jetzt nach 3 Jahren haben sie sich prächtig entwickelt


Blick von oben am 18. Oktober 2016
   

Am Rande zu Nachbars Einfahrt steht ein Strauch, der den ganzen Sommer über bescheiden ist. 
Aber im Herbst mausert er sich!
Es ist Cornus alba 'Sibirica'.
Linkes Foto ist vom 5. Oktober, das rechte vom 22. Oktober.
Er ist robust und unkompliziert, nach kräftigem Rückschnitt treibt er gut durch und die jungen Triebe färben besonders schön rot. Die Färbung der Rinde stellt sich erst zum Ende der Saison ein.
 

  
 


 
Im Vordergrund die herbstlich getrockneten Blüten von Hortensie Annabelle. Dahinter meine im Oktober 2012 gepflanzte Hamamelis 'Arnold Promise'  Hier stand ursprünglich einer von Moms vielen Rhododendren. Den habe ich geopfert, um mir meinen Wunsch zu erfüllen, eine Hamamelis zu pflanzen. Die Gute wächst recht kräftig und hat nun schon die Höhe ihres Vorgängers erreicht. Die Astern, die ich um sie herum gepflanzt hatte müssen wohl bald Platz machen.
 


  

      November  2016

 
 


Perückenstrauch                                            Helleborus foetidus                                 Verbena bonariensis vor Perückenstrauch

knospige Hamamelis                                    Osmunda regalis Herbstlaub                      Campanula portenschlagia Nachblüte

Eeupatorium rugosum 'Chocolate'              Samenstände von Aster frikartii                     Athyrium distentifolium 

        




Blick von oben am 23. November 2016.
In der zweiten Novemberwoche hatten wir schon kräftigen, nassen Schnee, der alles plattgedrückt und umgeknickt hat.
Daher habe ich früher als in anderen Jahren die meisten Stauden runter geschnitten. 

Die Sesleria auf dem Rondell sahen auch ziemlich mitgenommen aus.  Die schöne, fellartige Wirkung der Grasfläche war dahin, also hab ich etwas Neues ausprobiert: ich hab Friseur gespielt.  Ich habe sie rundrum, ungefähr um 1/4 beschnitten, nun sehen sie wieder richtig schnieke aus. ;-)


   


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