Sandfrauchens Garten

der Vorgarten 2016


Mein Vorgarten - 12 Jahre nach der Neuanlage 2004

Was ist seitdem aus dem Vorgarten  geworden?   Bei dieser Frage schwingt so ein bisschen die Frage nach der Langlebigkeit eines Gartens mit.   Natürlich geht es nicht ohne Veränderungen, ein Garten lebt. 
Schaut einfach selbst!
 

      Januar  2016

 

Foto vom 31.Januar 2016
 

Ein paar Veränderungen seit der Neuanlage sieht man schon auf dem ersten Bild vom Januar.
Sie sind sind menschengemacht, sprich ich habe eingegriffen:  Ich habe den Rasen durch Kies ersetzt. Habe das Rondell neu bepflanzt und ich habe einen von Moms neun Rhodos gekillt, um meine allererste Hamamelis pflanzen zu können.
 
Die übrigen Veränderungen fallen weniger ins Auge, sie betreffen die Entwicklung der Pflanzen.  Manche Stauden mussten geteilt werden. Einige haben den fiesen Winter 2011/12 nicht überstanden, einige sind im Sommer 2013 vertrocknet.
Die Bepflanzung auf den Rondell entwickelt sich immer mehr zugunsten des Grases (Sesleria autumnalis).

            
Cyclamen coum hat es oft recht eilig          Helleborus foetidus kann so leicht nichts schrecken   Helleborus orientalis noch zögerlich
  

 

      Februar  &  März  2016

  

Foto vom 13. Februar 2016, wie man sieht hab ich schon ein wenig Hand angelegt.
  


Zum Ende des Winters schneide ich die Sesleria autumnalis zurück. Nun sehen die Graspuschel aus wie lauter grüne Igel.
  

 



Da ist sie, meine Hamamelis, und leuchtet im Morgenlicht
Zu ihren Füßen habe ich eine Gruppe gefüllter Schneeglöckchen gepflanzt.
Die beiden sind ein schönes Winter-Dou und leuchten nun um die Wette. 
Unten Schneeglückchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen Cyclamen coum.

Ich lasse mir jedes Jahr zwei Kubikmeter Kompost in Big-Bags liefern.  Den Kompost im ganzen Garten zu verteilen ist meine aufwendigste Frühlingsarbeit, denn ich muss die Beete vorher saubermachen und darf mir dabei nicht zu viel Zeit lassen, damit der Austrieb nicht zu weit ist. 
 

 


  

      April 2016

 


Auf dem Rondell treibt die gestutzte Sesleria fix wieder durch. 
 

In den Lücken ist nun Platz für frühe Tulpen, hier Tulipa kaufmannia  Sorte 'The First'.  Bei mir  ist sie wirklich   die Erste. 
 

Ende April, wenn ich nicht mehr mit starken Frösten rechne, schneide ich das Heiligenkraut am Rand des  Rondells zurück.
Auf dem großen Bild unten ist es noch nicht geschnitten.
  


Hier sieht man gut den Rückschnitt von  Hydrangea arborescens 'Annabelle

 

Helleborus orientalis in verschiedenen Farben und ein gefüllter Sämling von  H. Niger
 

Das obere Bild ist vom 29. März 2016.  Die Schneeglöckchen sind verblüht, auf dem Rondell erste Tulpen.
Im Vordergrund viel frisches Grün, das sich später zu Zierlauch mausern wird.
Kaum zu glauben das untere Bild ist nur 4 Wochen später gemacht, am 30. April 2016.
 


Meine Tulpen waren in den vergangenen Jahren ziemlich von Botrytis befallen und dezimiert. Nach langer Zeit habe ich nun wieder die Sorte 'Ballerina' gesetzt, in der Hoffnung, dass sie mir einige Jahre erhalten bleiben.
 

      Mai  2006

 

... und hier gleich noch einmal ... die Ansicht vom selben Standpunkt, am 19. Mai 2016.
Ja,  es ist schon irre,  in welchem Tempo die Natur im Frühling voranschreitet.   Mir geht es oft viel zu schnell.

   

Nachdem die Tulpen verblüht sind gewinnen Stauden und Gräser tüchtig an Höhe und der Garten füllt sich.
Jetzt legen die Vagabunden und Lückenfüller los. Die Akelei, aber auch der Zierlauch haben sich gut per Selbstaussaat vermehrt.
Sie sind Lückenfüller im doppelten Sinn, sie suchen sich Plätzchen zwischen den größeren Stauden - und sie füllen die Blühpause zum Ende des Frühlings aus.
 

Akelei ist bei mir allgegenwärtig
 


Akelei-Sämling mit Unterröckchen
 

weiße Akelei aus der 'Barlow'-Serie
 


Die Akelei sind ein munteres Völkchen, sie sprießen sogar durch die Bank
 

In den Lücken zwischen der Sesleria blühen inzwischen Schwertlilien und Zierlauch
 

      Juni  2016

 
Nachdem ich so viele Bilder vom sonnigen Teil des Vorgartens gezeigt habe, soll nun auch mal der Bereich im Schatten des Hauses zur Geltung kommen.  Hier, zu Füßen von Moms Rhodos, versammeln sich einige Blattschönheiten. 

Und ich finde, der Juni - bei dem alle an Rosen denken - ist ein guter Monat, um einmal die Schönheit der Farne ins Licht zu rücken.
 

Im Gespräch mit Gartenplanungs-Kunden kommt das Gespräch oft auf die Frage, was wächst im Schatten?
Wenn ich dann Farne vorschlage, kommt oft ein müdes Stirnrunzeln.

Also, ich finde sie können sogar richtig spektakulär aussehen!


Polystichum


Adiantum venustum ist wintergrün!


Dryopteris affinis 'The King'
 


Vorn Gebirgs-Frauenfarn (Athyrium distentifolium) und Rotschleierfarn (Dryopteris erythrosa). Im Hintergrund ein Riesenexemplar vom Königsfarn (Osmunda regalis).

  
der Austrieb und fertile Wedel von Osmunda regalis.
 

       
Austrieb und Wedel vom Pfauenradfarn (Adiantum pedatum)                                        Rotschleierfarn (Dryopteris erythrosa)
 

So, nun kommt aber doch DAS, was wir alle vom Juni erwarten:


   

Der Rosenbogen ist jedes Jahr wieder eine Pracht. An ihm wachsen nach wie vor die 2004 gepflanzten Rosen 'Ghislaine de Feligonde' und 'Albertine'.
Nach der Blüte schneide ich die Seitentriebe zurück bzw. binde neue Langtriebe am Gestell auf.
Alberline blüht nur einmal, 'Ghislaine' blüht im Herbst ein wenig nach.

Den Perückenstrauch hinter dem Rosebogen schneide ich auch immer mal wieder zurück, sonst wäre er längst viel größer.

   


Sommermorgen - Licht und Schatten - Blau Weiß und leuchtendes Grün.
 

Inzwischen habe ich die verblühte Akelei runter geschnitten.
Die Samenstände des Zierlauchs lasse ich noch solange stehen, wie sie schön aussehen.
Nun blüht das Beet zur Straße in  Blau und Weiß

 

Fruchtstand von Allium-aflatunense
 

Centranthus ruber 'Alba' 


Foto 20. Juni 2016

   

Salvia nemorosa 'Blauhügel'                   Tanacetum parthenium gefüllt                      Delphinium consolida
Die beiden Rechten sind einjährig und erhalten sich durch Selbstaussaat, ich schätze sie sehr als kurzfristige Bereicherung.
 


Monarda bradburiana
 

Gillenia trifolia
 

Staudenclematis 'Arabella'
 


Das hintere Eck am 11. Juni 2016.   Hier ist es halbschattig. Die weiße Wolke am Fuß des Rosenbogens ist Clematis recta 'Purpurea' im Weidenobelisk steht 'Arabella'. Beide sind Staudenclematisse.  Hinter Hosta 'June' blüht die weniger bekannte frühe Monarda bradburiana.
 

 


Fortsetzung mit  Juli bis Dezember 2016 
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