Sandfrauchens Garten

der Vorgarten 2006

   Juni 2006 


Um die Pause nach der Tulpenblüte zu
überbrücken, habe ich ein wenig
geschummelt: ich habe den blühenden
Zierlauch vom Rondell aufs vordere Beet
versetzt.
 
Die Tulpen befinden sich noch in der Erde
bis ihre Stiele so weich werden, dass ich
sie um den Finger biegen kann. Daher
sieht es teilweise etwas lückenhaft aus.
 
Aber so ist das immer, erst erscheint es
mir zu kahl und später im Jahr legt die
Vegetation so zu, dass es fast zuviel wird.
Ihr werdet Euch wundern, wie es hier nur
zwei Monate später aussieht. ;-)

 

Foto vom 7. Juni 06


 

Entlang Nachbars Auffahrt, startet der Frühsommer mit einem farbigen Paukenschlag. Dort hab ich diverse Pflanzen vom Staudenmohn stehen.
 


 

 

Das Foto rechts stammt von 9.Juni 06.
Im Gegenlicht des Nachmittags wird
sichtbar, dass Anfang Juni die Gräser zu
blühen beginnen. Rechts der Blaustrahl-
hafer.

Das kleine Bild zeigt einen Anlass
zur Freude: am 11.Juni öffnen sich erst-
mals Blüten meines zwei Jahre alten
Riesenfedergases, Stipa gigantea.

  

Salvia nemorosa mit rotblättrigem Felberich    -   Färberkamille   -   noch mal Felberich (Lysimachia ciliata)   -   erste Blüten der Sonnenbraut
  


Steppensalbei, Salvia nemorosa Blauhügel mit Geum   -   Blüte des Blaustahlhafers   -     Salvia nemorosa  Mainacht 
  

Foto vom 25. Juni 06, wenn der Steppensalbei erblüht ist, kommt wieder Farbe in die vorderen Beete.
 

Mein Vorgarten ist kein Rosengarten -
das habt Ihr sicher längst bemerkt. Aber
Ende Juni ändert sich das für kurze Zeit.
Es blühen dann zwar auch nur zwei
Rosen,  aber eine davon ist so
beeindruckend, dass sie alle Blicke auf
sich zieht.
 
 
 

So sah es hier am 2.Juni 04 aus


Foto von 27.Juni 06 

 
Diese tolle Rose am Bogen ist der
Rambler ' Albertine'.  Ich bin begeistert
von ihrer Schönheit und ihrem Duft und
bin beeindruckt von ihrer Wuchskraft.
Nach der Blüte hat sie massenweise
Neutriebe gemacht, bis 4 Meter lang, und
ich weis sie kaum zu bändigen.
Sie werden die Blühtriebe des nächsten

 
Jahres sein - und schneidet man so
was ab?  Ich nicht !
Rechts am Bogen steht 'Ghislaine de
Feligonde', ich hab sie am selben Tag
und zu gleichen Konditionen  gepflanzt,
aber wie Ihr seht, ist sie der Meinung, sie
sei eine Beetrose. Sie blüht zwar brav,
aber sie will nicht in die Höhe wachen.


  
     
 dreimal 'Albertine'  ....                                                                und einmal 'Ghislaine' (wer nicht wachsen will kriegt auch nur ein Foto )
 

 

Der Juni ist nicht nur der Monat der Rosen, sondern auch der Storchschnäbel.
Geraniums sind außerdem sehr gute Partner für Rosen. Die niedrigen, um die Rosen
kissenartig zu umschmeicheln, die höheren als gleichwertige Partner für Beetrosen.
Einige blühen bereits seit Mai :
Geranium phaeum (sät sich sehr stark aus! ) wenig später Geranium sylvaticum  
Im Juni blühen:
Geranium himalajense,  Geranium pratense (oben)  und  Geranium psilostemon.
Die Sorte G.'Rozanne' hat in der letzten Juniwoche angefangen, zu blühen und wird
bis zum Frost durchhalten
 
 
   
G. phaeum 'Samobor'                             G.sylvaticum  'Ami Doncaster'   


G. himalajense


Hybride 'Rozanne'


G. psilostemon G
   

Foto von 27. Juni06
      
  Juli 2006
     

Riesenfedergras - Stipa Gigantea

Erinnert Ihr Euch an das  Bild vom Juni?
Im Herbst 04 hab ich zwei erschreckend
unscheinbare Jungpflanzen dieses Grases
aufs Rondell gepflanzt  ...  und dann hat
mich mein Traumgras zwei Jahre warten
lassen.
Nun ist es endlich soweit, mein Stipa
gigantea zeigt seine volle Schönheit. Es
ist imposant und trotzdem filigran. Seine
zwei Meter hohen Blütenähren leuchten
nachmittags von der Straße her gesehen
im Gegenlicht. Obwohl es genau auf dem
Kreuzungspunkt der Blickachsen steht,
versperrt es nicht den Blick zur Bank.
 


 
    
Stipa gigantea hat große haferähnliche Ähren                                      hier im Vordergrund das Goldährengras , Achnatherum calamagrostis
      

   
Das Sedum 'Purple Emperor' hat sich mittlerweile durch die kräftige Sommersonne dunkel purpurfarben gefärbt. Es blüht früher als die
üblichen Fetthennen, in einer Art Fleischrosa.
  
     


Dies ist eine Pflanze die ich sehr schätze: Origanum laevigatum.
Zugegeben, sie sieht etwas unordentlich aus und hat nur als große Gruppe  Fernwirkung,
aber sie ist trotzdem ein Hingucker :
Zu jeder Zeit des Tages wimmeln auf ihr  Bienen, Hummeln und Schmetterlingen in großer
Zahl herum. Eben eine Bienenweide. Und das, dank  der langen Blütezeit, über viele Wochen
hinweg. Nach dem Verblühen schneidet man sie herunter. Zum Herbst hin bildet sie oft
noch ein paar weitere Blütenstiele.
Dieses Origanum ist eine wüchsige Pflanze, die sich durch kurze Ausläufer ausbreitet.
Besonders gut gedeiht sie auf magerem, kalkhaltigem Boden.

     


Die der Blick von oben am 27. Juli.    Auf dem hinteren Beet sind inzwischen die beiden Hortensien erblüht:
   

Foto von 16. Juli 06

Zuerst erblüht die Ballhortensie,  Hydrangea
arborescens  'Annabelle'  und kurz darauf die
Rispenhortensie,  H. panniculata.
Beide sind sehr wertvolle Blühsträucher für halb-
schattige Lagen mit lange haltbaren Blüten, die bis
in den Winter schön anzusehen sind.

  


Hier das rechte, vordere Beet in warmen
Rot- und Gelb-Tönen.
Auf diesem Eck stehen Taglilien, Lilien,
rotblättriger Felberich, Sonnenbraut und
Kerzenknöteich.
Die Lilien sind auf diesem Bild leider schon
verblüht, es sind eine braunrote asiatische
Sorte und die asiatische Hybride 'Latvia'
zartgelb mit brauen Sprenkeln.
Die rote Taglilie ist wahrscheinlich die
Allerweltssorte 'Sammy Russel', die gelbe
mit dunklem Auge heißt 'Bonanza'.
Hinten rechts die Sonnenbraut 'Moerheim
Beauty'.
Im Vordergrund tummeln sich diverse 
Fuchsschwänze - Spontanvegetation.


Foto 24.Juli 06
 
 
Hemerocallis 'Sammy Russel'          Lilien Hybr.  'Latvia'                 Helenium 'Moerheim Beauty              Hemerocallis  'Bonanza'
 
     

 

Der Blick entlang der Gitters mit dem Übergang von
kühlen zu warmen Rottönen: vorn Blutberberitze und
orientalische Lilie, hinten Montbretien.
Unteres Foto: eine weiße orientalische Lilie,
Ziertabak, Perovskie und magentafarbiger Phlox
gehören zur kühlen Farbpalette.

 
  August 2006


Ganz oben auf dieser Seite seht Ihr wie es hier vor 9 Wochen aussah. Inzwischen ist hier die reinste Wildnis entstanden. ;-)
Mancher Betrachter wird sich vor dem "Chaos" gegruselt haben. Ich nicht. Ich kenne schließlich meine Pappenheimer und weis, dass
sie kein Unkraut sind, sondern Verbenen, Fuchsschwänze und Ziertabak, die sich zugegebenermaßen recht überschwänglich ausgesät
haben.  Da ich weiß, dass sie einjährig sind, lass ich die gewähren. Ich mag´s, wenn mein Garten jedes Jahr ein bisschen anders aussieht .
Dieses ist das Jahr der Verbenen.
 


Foto 11. August 06

     
      
Hier sind zwei Pflanzen aus der obigen Fülle heraus gegriffen, zwei       kontrastreiche Nachbarn: Kaktusdahlie 'Chat Noir' und Perovskie.
      
        
 

Thema Rot im Garten  
In der zweiten Hälfte des Sommers tragen die Dahlien viel dazu  bei. Im Vordergrund
Ornesta, in Hintergrund weitere weinrote und hellrote Dahlien. Ganz hinten steht ein
Kerzenknöterich , Persicaria amplexicaule, der über lange Zeit hinweg rot blüht.
Einen wichtigen Beitrag leisten aber auch Pflanzen mit rotem Laub: Blutberberitzen,
rotblättriger Felberich,  Amaranth,  Sedum 'Purple Emperor', und für halbschattige
Plätze Heuchera.

Felberich                             Dahlie  Natal                        Heuchera

 
Persicaria amplexicaule

 Amaranth

Auf dem hinteren, halbschattigen Beet herrschen Pastell-Töne vor. Die Astilbe 'Purpurlanze' und Aster frikkartii haben ihre ersten Blüten
bereits in den ersten Augusttagen geöffnet. Mitte August öffnen sich auch die ersten Blüten der Herbst-Anemonen. 
 

     

Hier mal wieder der Blick von oben, das Foto ist am 20. August gemacht.
 
     

Zum Abschluss des Monats August möchte ich Euch noch zeigen, was aus den vielen
Verbenen-Sämlingen geworden ist.  Ich habe eine Menge der Jungpflanzen auf das Rondell
umgesetzt, dort kommen sie nun besonders gut zur Geltung. 

 
 
   


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