Sandfrauchens Garten

 

  
Ein Garten im Wandel
   
         
 
 

  
2000 
Umgestaltung der Beete  - zuerst die rechte Seite

 

Im Jahr 2000 hatte ich eine beruflich anstrengende Zeit hinter mich gebracht: Ich hatte neben dem Illustratoren-Beruf zwei Werkbücher gemacht und die waren nun fertig geworden.
Ich freute mich, mehr Freizeit im Garten zubringen zu können, kaufte mir Gartenbücher und fing an zu buddeln.
Der Gartenvirus hatte mich erwischt. :-)

 
     
   
Zwei Fotocollagen: 
Die obere zeigt den ursprünglichen Zustand vom Frühjahr 1998,
Die untere Collage zeigt den Anblick nach der Umgestaltung im Sommer 2000
 

 
   
 
     
 

Nachdem der Kompostplatz hinter Holzwänden versteckt war, ging es an den angrenzenden Bereich.
die Beete waren ein ziemlich unruhiges Stückwerk und der Grenzbereich dahinter sah scheußlich aus.
Bei den Nachbarn eine Reihe hoher Fichten, die unten herum nur noch aus trockenen, braunen zweigen bestand.
Dazu verschiedene Holzspaliere, teils vom Nachbarn, teils von uns,  unregemäßige Formate und Lücken.
 
Meine erste Arbeit bestand darin, alles entlang der Grenze auszugraben,
u. a. eine spärliche Eberesche und einen Bluthasel.
 
GG und ich bauten dann ein Holzgerüst direkt an die Grenze, dessen oberer Teil mit Drahtgitter bespannt ist. In versenkte Maurerkübel (wegen der Fichten), pflanzte ich immergrünes Geißblatt und Clematis montana zum Beranken der Drahtgitter.
Davor setzte ich verschiedene wintergrüne Laubgehölze und einen schmalen Taxus um den Blick auf die Fichtenstämme zu verdecken. 
.
Es zeigte sich, dass dies eine wertvolle Maßnahme war, die weit mehr bewirkte als Sichtschutz.
Das Holzgerüst wirkte wie ein Rahmen, der diesen ganzen Gartenbereich optisch zusammen zog.
 

 


Das Holzgerüst mit Rankgitter, ursprünglich nur als Sichtschutz gedacht,
bildet nicht nur einen einheitlichen Hintergrund, sondern einen Rahmen,
der den ganzen Bereich optisch verbindet.
 

Das neu entstandene "Halbmondbeet". Der Pfeil links => Gleditsie.
 

Mein erstes Beet war ursprünglich in drei Teile geteilt. Diese vereinigte ich nun, so dass ein langes geschwungenes Halbrund entstand.  Die Form gab dem Beet seinen Namen, das "Halbmondbeet".
Den Bruchplattenweg verlegte ich neu in einer geschwungenen Form. An den vorderen Rand pflanzte ich eine Hecke aus Lonicera nitida Stecklingen, so war das Beet einheitlich eingefasst. 

 
 


Das Halbmondbeet im Juni 2012. Mein ältestes Beet. Die 1998 gepflanzte Gleditsie ist ein großer Baum geworden. Der ganze Bereich ist sozusagen erwachsen geworden. Zunehmend macht sich der Wurzeldruck der Gleditsie bemerkbar, anspruchsvolle Stauden bekommen dort langsam Schwierigkeiten.
 
 

 

.

 

 
 

 
 

2001 folgt die linke Seite

Ich erinnere mich, dass ich im Herbst 2000 einen Pflegeweg vor den Büschen an der hinteren Grenze anlegen wollte. Den wollte ich mit Flaschen befestigen. 
Mittendrin kam mir die Idee, den Weg nicht geradeaus zur Grenze laufen zu lassen, wie er bisher war, sonder ihn in einem großen Bogen bis an das Gartenhaus zu führen.
Ich steckte den Verlauf des Weges mit Stöcken und Schnur ab und sah, dass sich auf die Weise ein langer Beetstreifen vor dem Weg ergab.

So ist das:
Eine Form bestimmt die andere!
Mein Bogenbeet war geboren.
 
Maximal 1m breit, von beiden Seiten gut zu erreichen.  Nun musste ich nur noch genügend Flaschen auftreiben.
Später lernte ich aus Büchern, dass eine durchgehende Bogenlinie den Blick rundherum führt. Das Auge wandert herum und nimmt den Bereich als Ganzes auf, deshalb wirkt er größer. 

Das 2. Fotos zeigt das Bogenbeet im Frühling 2001, als es frisch bepflanzt war.  Ich hatte damals gerade ein Buch über Piet Oudolf gelesen und war begeistert von seinen Kompositionen u.a. mit vielen Gräsern. So habe ich für dieses Beet zum ersten Mal Pflanzen in einer Staudengärtnerei bestellt, diverse Gräser und Stauden, die ich nur aus Büchern kannte.
 
Da die Hecke dahinter zum Nachbarn gehört, konnte ich die Breite voll ausnutzen.  Der Blick zum hinteren Nachbarn war weniger passend.  Im Folgejahr haben wir einen Sichtschutz gezogen. Bis zur halben Höhe Holzwände, darüber Drahtgeflecht für einen Rambler und Clematisse.
   
Seit 2001 hat es einige Äderungen gegeben: die Süßkirsche war krank und wurde gefällt. An der hinteren Grenze habe ich eine Lorbeerkirsche geopfert und so Platz für einen Sessel geschaffen. In Richtung Gartenhaus habe ich das Bogenbeet verbreitert.

 


So sah 1996 mein "Neuland" hinter dem neugebauten Gartenhaus aus. Auf dieser Fläche entstand später das Bogenbeet
 

Das selbe Areal wie oben.  Nun führt der bogenförmige Weg bis zum Gartenhaus.
Er teilt die Fläche auf,  vor dem Weg entsteht auf diese Weise das lange Bogenbeet. Hier im Frühling 2001 ganz frisch bepflanzt.
 


16 Jahre später, das Bogenbeet im April 2017
Die kranke Süßkirsche wurde gefällt und an der hinteren Grenze steht nun ein Sessel mit Blick durch den Garten zurück zum Haus. Der Nachbar hat seine Ligusterhecke gegen Lorbeerkirsche getaucht

 
 


Zum Schluss noch ein aktuelles Bild vom Oktober 2020. Hier sieht man gut die Erweiterung des Bogens nach vorn hin.
Die Miscanthusse in der hinteren Reihe wurden zu mächtig, sie wurden geteilt wanderten in den Vorgarten. Die Ersatzpflanung mit Reitgras muss sich erst noch entwickeln 

 
    
Weitere Seiten
Thema Garten im Wandel:
 
         

ab 1977  Garten meiner Eltern
ab 1986  die ersten 10 Jahre
1996  GG und ich bauen Gartenhaus
1998  Tarnung für's Gerümpel

2000 + 2001  Erneuerung meiner Beete
2002 + 2007  Douglasie raus Rondell rein
2003  Moms Terrassenbeet + Gartenhaus
2004 - 2006  unser Sitzplatz
2004 + 2011  Vorgarten
2008 + 2010  Moms Hügelbeet
2009  Waldbeet
2013 - 2016  Beet am Haus
   
 
 
  zur Übersicht Thema Wandel
zur  Inhaltsübersicht